Charcuterie heißt auf Deutsch Wurst- und Fleischwaren. Gemeint ist bei uns meist das Brett mit Salami, Käse und Beilagen.
So richtest du eine französische Salami-Platte an: Rechne als Vorspeise mit 50 bis 80 g Salami pro Person, als Abendbrot mit 120 bis 150 g. Wähle zwei bis vier luftgetrocknete Sorten von mild bis kräftig, schneide sie dünn und schräg, gib jeder Sorte ihre eigene Ecke und fülle die Lücken mit Käse, Obst, Nüssen und Baguette.
Charcuterie, Wurstplatte, Saucisson: was ist was?
Charcuterie (gesprochen: schar-kü-te-rie) ist französisch für Wurst- und Fleischwaren. In Frankreich meint das Wort auch das Handwerk und den Laden des Charcutiers. Im Deutschen ist damit fast immer das Brett auf dem Tisch gemeint: eine angerichtete Platte mit luftgetrockneter Salami, Käse, Obst, Nüssen und Brot.
| Begriff | Bedeutung |
|---|---|
| Charcuterie-Brett / Charcuterie Board | Brett oder Platte mit Wurst, Käse und Beilagen. Auf Französisch: planche de charcuterie. |
| Saucisson sec | Französische Rohwurst, luftgetrocknet und dünn aufgeschnitten. Mehr dazu auf unserer Seite zum Saucisson. |
| Wurstplatte / Aufschnittplatte | Die deutsche Entsprechung, klassisch mit Aufschnitt, Brot, Gurken und Senf. |
| Brotzeitplatte | Die bayerische Variante, rustikal und als ganze Mahlzeit gedacht. |
Das Prinzip ist bei allen gleich. Auf dieser Seite geht es um die französische Art: die Salami im Mittelpunkt, alles andere begleitet sie.
Wie viel Salami pro Person?
Entscheidend ist, ob die Platte ein Häppchen zum Aperitif ist oder das Abendessen ersetzt. Die Mengen sind Faustregeln. Wenn viel Brot und Käse dabei ist, reicht das untere Ende.
| Anlass | Salami pro Person | Käse pro Person |
|---|---|---|
| Aperitif oder Snack | 30–50 g | 30–50 g |
| Vorspeise | 50–80 g | 50–80 g |
| Abendbrot oder Hauptgang | 120–150 g | 100–120 g |
Zum Umrechnen: Eine Salami wiegt bei uns meist rund 170 g, die Trüffel-Salami rund 200 g. Als Vorspeise reicht eine Salami für zwei bis drei Personen, als Abendbrot für etwas mehr als eine.
Salami-Platte anrichten: Schritt für Schritt
- Salami rechtzeitig herausnehmen. Hol die Salami etwa 30 Minuten vor dem Servieren aus der Kühle. Bei Zimmertemperatur kommt das Aroma besser heraus.
- Brett wählen. Ein Holzbrett, eine Schieferplatte oder ein großer Teller. Lieber etwas zu groß als zu voll, denn Luft zwischen den Gruppen sieht einladender aus.
- Schälchen setzen. Oliven, Senf, Honig oder Chutney kommen in kleine Schalen. Verteil sie über das Brett, sie geben der Platte ihre Struktur.
- Käse platzieren. Harten Käse schneidest du in Scheiben oder Keile, weichen Käse legst du als ganzes Stück mit eigenem Messer dazu.
- Salami anlegen. Jede Sorte bekommt ihre eigene Ecke, gefächert, zur Hälfte gefaltet oder locker gerollt. So sehen deine Gäste, was sie essen, und können gezielt probieren.
- Lücken füllen. Trauben, Feigen, Birnenspalten, Nüsse und Cornichons in die freien Stellen. Jetzt wirkt die Platte üppig.
- Brot zuletzt. Baguette und Cracker kommen kurz vor dem Servieren dazu, am Rand oder in einem Korb daneben. So bleiben sie knusprig.
Richte die Platte möglichst kurz vor dem Eintreffen der Gäste an. Liegen Salami und Käse lange offen, trocknen die Ränder an.
Salami richtig schneiden
Dünn und schräg, das ist die ganze Regel. Dünne Scheiben schmecken feiner, weil sich das Aroma auf der Zunge schneller entfaltet. Der schräge Schnitt macht die Scheiben länger und ovaler, das sieht auf dem Brett schöner aus.
- Nimm ein scharfes, glattes Messer. Ein stumpfes Messer quetscht die Salami, statt sie zu schneiden.
- Schneide nur so viel an, wie du für die Platte brauchst. Der Rest bleibt am Stück und hält sich besser.
- Die Haut kannst du dranlassen oder abziehen. Unsere Salami reift im Naturdarm (Schweinedünndarm), und der ist bei allen Sorten samt dem weißen Edelschimmel essbar. Wer es milder mag, ritzt die Haut an und zieht sie ab.
Welche Salami-Sorten kombinieren?
Die schönste Platte entsteht aus Gegensätzen. Wähl eine milde Grundlage, eine würzige Sorte und eine besondere, und du hast den ganzen Bogen auf dem Brett. Catherine wählt seit 2013 jede Sorte persönlich bei kleinen Herstellern in der Region Rhône-Alpes und Haute-Savoie aus. Aus Lyon, mitten in dieser Region, stammt übrigens die Rosette de Lyon, eine der bekanntesten französischen Salami.
Die Grundlage
Die Salami Natur passt zu allem und gehört auf fast jede Platte. Die Rotwein-Salami ist die runde, weiche Sorte, die Fenchel-Salami die milde, duftende.
Würzig
Die Knoblauch-Salami bringt Kraft auf die Platte, die Bärlauch-Salami eine frische, grüne Note. Die Chili-Salami mit Piment d’Espelette legst du ans Ende der Reihe, als Abschluss.
Nussig und fruchtig
Die Feigen-Salami ist der Klassiker neben Ziegenkäse und Blauschimmel. Die Haselnuss-Salami passt wunderbar auf ein herbstliches Brett mit Feigen.
Die Besonderen
Die Steinpilz-Salami ist die erdige Sorte, die Wildschwein-Salami die für den Herbst. In der Comté-Salami steckt der große Käse aus dem Jura, sie schmeckt pur am besten. Die Roquefort-Salami braucht keinen weiteren Blauschimmel daneben. Und die Trüffel-Salami ist der Höhepunkt: wenige dünne Scheiben reichen, damit sie auffällt.
Alle Sorten findest du im Shop. Eine Salami kostet 8 €, Comté 9 €, Trüffel 14 €. Ab 3 Stück einer Sorte sparst du 1 € pro Stück, die Trüffel-Salami ist davon ausgenommen.
Was passt dazu? Käse, Brot, Obst, Nüsse und Wein
Käse: Zwei bis drei Sorten reichen, am besten ein harter, ein weicher und gern ein blauer. Ein reifer Comté, ein Ziegenkäse und ein Blauschimmel decken viel ab. Liegt schon die Roquefort-Salami auf dem Brett, lass den Blauschimmel weg.
Brot: Frisches Baguette in Scheiben, dazu ein paar Cracker. Zu Steinpilz, Wildschwein und Knoblauch passt auch dunkles, rustikales Brot mit Butter.
Obst: Trauben, frische Feigen und Birne sind die Klassiker, im Winter auch Apfel. Birne und Roquefort sind ein altes Paar.
Nüsse und Saures: Walnüsse, Mandeln, Haselnüsse, dazu Cornichons und Oliven. Das Saure hält die Platte frisch.
Süß und scharf: Ein Klecks Honig, Feigensenf oder ein Chutney. Zur Wildschwein-Salami passen Preiselbeeren.
Wein: Ein leichter bis kräftiger Rotwein passt zu den meisten Sorten. Zu Feige, Fenchel und Comté ist ein Weißwein schön, zur Feige auch Cidre. Zur Chili-Salami darf es ein Bier sein, zur Roquefort-Salami ein Glas Süßwein.
Welcher Käse und welcher Wein zu welcher Salami?
Für eine Käse-Wurst-Platte oder als Snack zum Wein hilft diese Übersicht. Es sind Vorschläge, keine Regeln. Wenn du nur einen Wein öffnest, nimm einen Rotwein, der passt zu den meisten Sorten.
| Sorte | Käse | Wein |
|---|---|---|
| Salami Natur | passt zu jedem Käse, etwa reifem Comté oder Ziegenkäse | leichter Rotwein |
| Fenchelsalami | Ziegenkäse | Weißwein |
| Feigen-Salami | Ziegenkäse, reifer Comté oder Blauschimmel | Weißwein oder Cidre |
| Haselnuss-Salami | milder Weichkäse | kräftiger Rotwein |
| Knoblauch-Salami | reifer Comté | kräftiger Rotwein |
| Chili-Salami, die scharfe Sorte | reifer Comté | kräftiger Rotwein oder ein Bier |
| Roquefort-Salami | kein weiterer Blauschimmel, lieber Comté oder Ziegenkäse | Süßwein |
| Trüffel-Salami | reifer Comté | kräftiger Rotwein |
Drei Fehler, die du leicht vermeidest
- Salami direkt aus dem Kühlschrank servieren. Kalt schmeckt sie flach. Eine halbe Stunde bei Zimmertemperatur macht den Unterschied.
- Zu dick schneiden. Dicke Scheiben sind zäh und das Aroma kommt nicht an. Lieber dünn und dafür ein paar mehr.
- Alles vermischen. Liegen die Sorten kreuz und quer, schmeckt alles gleich. Gib jeder Sorte ihre eigene Ecke, dann probieren deine Gäste bewusst.
Salami-Platte für 2, 6 oder 10 Personen
Für 2 Personen
Für einen Abend zu zweit mit Wein reichen zwei Sorten, zum Beispiel Natur und Feige. Als Abendbrot brauchst du etwa 240 bis 300 g, also knapp zwei Salami. Dazu ein Stück Comté, eine Handvoll Trauben und ein halbes Baguette. Was übrig bleibt, musst du nicht schnell aufessen. Kühl und lufttrocknend gelagert hält die Salami bis zu 6 Monate. Wie das zu Hause geht, liest du auf der Seite Salami lagern.
Für 6 Personen
Als Vorspeise rechnest du mit 300 bis 480 g, das sind zwei bis drei Salami. Soll die Platte satt machen, brauchst du 720 bis 900 g, also vier bis fünf Salami. Nimm drei Sorten: Natur als Grundlage, Knoblauch für Würze und Steinpilz als besondere Sorte. Dazu drei Käse, ein ganzes Baguette und eine große Schale Obst.
Für 10 Personen
Zum Aperitif reichen 300 bis 500 g, also zwei bis drei Salami. Als Buffet oder Abendessen brauchst du 1,2 bis 1,5 kg, das sind sieben bis neun Salami. Mit vier bis fünf Sorten bleibt die Platte übersichtlich. Bei dieser Menge lohnt es sich, mehrere Stück pro Sorte zu nehmen: Je drei Stück Natur, Knoblauch und Feige kosten mit Mengenrabatt 63 €, und ab 59 € ist der Versand innerhalb Deutschlands kostenlos. Für den besonderen Moment legst du eine Trüffel-Salami dazu. Bei so vielen Gästen hilft es, zwei kleinere Platten statt einer riesigen anzurichten. Dann kommt jeder gut heran.
→ Alle Sorten für deine Platte
Häufige Fragen
Wie viel Wurst pro Person für eine Wurstplatte?
Als Aperitif 30 bis 50 g, als Vorspeise 50 bis 80 g, als Abendbrot oder Hauptgang 120 bis 150 g pro Person. Das sind Faustregeln. Mit viel Brot und Käse reicht das untere Ende.
Wie viel Wurst brauche ich für 10 Personen?
Zum Aperitif 300 bis 500 g, als Abendessen 1,2 bis 1,5 kg. Bei rund 170 g pro Salami sind das zwei bis drei Stück für den Aperitif und sieben bis neun für ein Abendessen.
Wie lange vorher kann ich die Platte anrichten?
Am besten kurz bevor die Gäste kommen. Die Salami nimmst du etwa 30 Minuten vorher aus der Kühle, damit sie Zimmertemperatur hat. Brot und Cracker kommen ganz zum Schluss dazu.
Wie schneidet man Salami für eine Platte?
Dünn und schräg, mit einem scharfen, glatten Messer. Schneide nur so viel an, wie du brauchst, der Rest bleibt am Stück.
Welche Salami eignet sich für eine Charcuterie-Platte?
Luftgetrocknete französische Salami, auch Saucisson sec genannt. Am schönsten wird die Platte mit zwei bis vier Sorten: eine milde Grundlage wie Natur, eine würzige wie Knoblauch oder Chili und eine besondere wie Feige, Steinpilz oder Trüffel.
Muss ich die Haut vor dem Anrichten abziehen?
Nein. Unsere Salami reift im Naturdarm (Schweinedünndarm), der ist bei allen Sorten samt dem weißen Edelschimmel essbar. Wer es milder mag, ritzt die Haut an und zieht sie ab.
Wird die Salami gekühlt geliefert?
Nein, luftgetrocknete Salami wird ungekühlt versendet. Kühl und lufttrocknend gelagert hält die Salami bis zu 6 Monate. Wir liefern mit GLS nach Deutschland für 4,58 €, ab 59 € kostenlos, und nach Österreich für 14 €.
Stand: September 2026
